Adair, John (ca. 1655 - 1722)
Der Kartograph und Landvermesser wurde in den 1680er Jahren vom schottischen Staatsrat mit der Aufgabe betraut, den River Forth zu kartographieren und die "Shires" zu vermessen, also die Erfassung des gesamten Landes. Diese Aufgabe wurde so schlecht bezahlt, dass er sich mit Vermessungen privater Grundstücke über Wasser halten musste. 1703 veröffentlichte er den ersten Teil seiner Arbeiten unter dem Titel "Description of the Sea Coasts an Islands of Scotland", ein zweiter Teil wurde niemals veröffentlicht. Seine Arbeit war die erste auf Landvermessung basierende Erfassung Schottlands seit der Arbeit von Timothy Pont im späten 16. Jahrhundert.

1685 wurde er Geograph des Königs und bekam die Bürgerrechte von Stirling, 1688 wurde er Mitglied der "Royal Society" (schottische Akademie der Wissenschaft). 1699 folgten die Bürgerrechte von "the Canongate" und 1706 von Aberdeen. Er starb in "the Canongate" in Edinburgh.

Adam, James (1731 - 1794)
Der Architekt wurde als dritter Sohn von William Adam in Edinburgh geboren. Nach seinem Studium in Rom eröffnete er gemeinsam mit seinem Bruder Robert ein Architekturbüro in London. Gemeinsam veröffentlichten sie die Werke "The Works in Architecture of Robert and James Adam" in den Jahren 1773, 1779 und 1822.

Adam, John (1721 - 1792)
John wurde als ältester Sohn von William Adam geboren. Auch er wurde Architekt und beerbte seinen Vater im Familienunternehmen. Er designte die Börse in Edinburgh (1753-1761), heute Sitz der Stadtverwaltung. Gemeinsam mit seinem Bruder war er für den Bau von Dumfries House (1754-1759) für den Earl of Dumfries verantwortlich. Später wurde es der Sitz der Marquis von Bute. Sein eigener, einfacher Stil wird am besten durch Moffat House (1761) deutlich, das heute ein Hotel beherbergt. Er war als Partner an "Carron Ironworks" in der Nähe von Falkirk beteiligt, aber sein Leben war stets von finanziellen Mißgeschicken überschattet.

Adam, Robert (1728 - 1792)
Der Architekt wurde als zweiter Sohn von William Adam geboren. Im Alter von 11 Jahren zog er nach Edinburgh, wo sein Vater einer der herausragenden Architekten Schottlands wurde. Robert studierte zwar an der Universität von Edinburgh, graduierte aber aufgrund von zwei Krankheiten und der Jakobitenaufstände nicht. Nach dem Tode seines Vater übernahm er im Alter von 20 Jahren den väterlichen Betrieb. Nach einigen Praxisjahren bereiste er den Kontinent (Frankreich und Italien), studierte die klassischen römischen Ruinen und erlernte das technische Zeichnen und malerische Fertigkeiten. Nach seiner Rückkehr zog er nach London und eröffnete dort mit seinem Bruder James ein Architekturbüro, schon nach kurzer Zeit war er der "In-Architekt" in London.

Der zu jener Zeit vorherrschende Baustil war der sogenannte "Palladianism", benannt nach dem Renaissancearchitekt Andrea Palladio. Dabei wurden klassische römische Linien kopiert. Adam entwickelte diesen Baustil weiter, gab ihm offenere und leichtere Formen und erreichte somit einen eigenen Stil. Unter anderem zeichnet er für die Pulteney Bridge in Bath (1774) und Culzean Castle (1777) verantwortlich. Zudem hat er zwei bedeutende Architekturwerke geschrieben.


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