Atholl, John Murray, 2nd Marquis and 1st Duke of (1660 - 1724)
Der Politiker wurde in Knowsley (Lancashire) geboren. Als überzeugter Whig unterstützte er Wilhelm von Oranien und die Hannoveraner, was zu seiner politischen Bevorzugung führte. So wurde er z.B. Außenminister, "Lord High Commissioner" (1696-1698) und erhielt Titel, die Herzogenwürde 1703 war nur einer von vielen. Nach der Thronbesteigung Annes wurde er Geheimer Rat und "Lord Privy Seal" ("Lord Siegelbewahrer"). Er war ein Befürworter des Darien-Vorhabens, lehnte aber die Union 1707 ab. Während der jakobitischen Erhebung 1715 unterstützte er König George I.

Atholl, John Stewart, 4th Earl of (? - 1579)
Als streng gläubiger Katholik stand er 1560 in Opposition zum protestantischen Parlament. Er wurde 1561 Geheimer Rat und war ein enger Berater von Mary, Queen of Scots. Nach der Ermordung von Lord Darnley befürwortete er zwar Marys Abdankung, setzte sich später aber für Ihre Wiedereinsetzung ein. 1578 wurde er Kanzler von Schottland und war ein Gegner des Regenten Morton.

Atholl, Katherine, Duchess of (geborene Katherine Marjory Ramsay of Bamff, Perthshire) (1874 - 1960)
Die Politikerin heiratete 1899 den Marquis of Tullibardine, den späteren 8th Duke of Atholl. Sie war von 1923 bis 1938 Parlamentsmitglied für Kinross und West Perth und wurde die erste konservative Frau, die Ministerin wurde. 1935 schloß sie sich Churchill im Widerstand gegen den "Government of India Act", der Indien eine größere Autonomie bescherte, und war auch gegen die stillschweigende Unterstützung Francos im spanischen Bürgerkrieg. 1938 wurde sie als konservative Kandidatin verdrängt, weil sie gegen das Münchener Abkommen war. Später widmete sie sich der Arbeit für Flüchtlinge. Ihre wichtigsten Publikationen sind "Women in Politics" (1931) und "Searchlight on Spain" (1938).

Ayton, Sir Robert (1570 - 1638)
Der Höfling und Poet wurde in Kinaldie Castle nahe St. Andrews geboren. Nach seiner Ausbildung an der St. Andrews Universität ging er nach Paris und studierte Jura. 1603 kam er zurück und brachte James VI., der gerade zu James I. von England gekrönt worden war, ein auf Latein verfaßtes Gedicht mit. Er wurde am Hofe aufgenommen und wurde der Privatsekretär von James Königin Anne. Als James 1625 verstarb, wurde er der Sekretär von Charles I. Königin Henrietta Maria. Er schrieb verschiedene Gedichte auf englisch und wurde "Father of the Cavalier Lyric" (in etwa "Vater der ritterlichen Lyrik") genannt.


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