Nach einer doch langen Durststrecke ohne ein monatliches LQ trafen sich die vier Halunken am Samstag, 1. April, wieder in trauter Runde zur gemeinsamen Sitzung. Unglücklicherweise musste der sehnlichst erwartete Gastreferent Ingo Eisner absagen. Der Starfotograf des Bonner General-Anzeiger, Redaktion Siegburg, hatte sich um ungewöhnlch kalten und ungemütlichen März derart erkältet, dass das Bett hüten musste. So tagte dann das LQ in Originalbesetzung.
Wie so oft, war das Bistro in Sankt Augustin Hangelar am Udetplatz Treffpunkt und Ausgangsort für weitere Aktivitäten. Da der Gastreferent ausfiel und niemand wusste, ob der Herr Krebs, der als Referent bei Nichterscheinen des Gastreferenten an der Reihe war, sich vorbereitet hatte, brachten sowohl der Herr Ede, der Herr Quadt und auch der Herr Tünn Lesematieral in unterschiedlich großem Umfang mit zur Versammlung. Doch: Der Herr Krebs hatte sich vorbereitet! Trotz seines Auszugs aus dem Elternhaus an der Beethovenstraße und Umzugs in die Fritz-Pullig-Straße (?) konnte der Herr Krebs mit einem großformatigen Buch aufwarten, dessen Titel und Inhalt der Protokollant schändlicherweise nicht mehr in Erinnerung hat.
Nach einem gemeinsamen Getränk im Bistro musste die illustre Literatenrunde einen finalen Tagungsort finden. Mit Gastreferent Herrn Eisner beabsichtigte das LQ eigentlich die Gaststätte "Pumpe Jupp" in Troisdorf-Sieglar aufzusuchen. Da der Herr Eisner aus den oben angegebenen Gründen nicht anwesend war, musste also eine neue "Location" gewählt werden. Da ein längerer Busweg und eine ebenso unattraktive Bahnfahrt gescheut wurde, entschieden sich die Mitglieder des LQ dazu, im schönen Hangelar zu bleiben und den dortigen "Italiener" aufzusuchen, da auch das Wetter an diesem Samstag mediterrane Züge besaß.
Beim Gino angekommen verwickelte derselbe die drei sportbegeisterten Mitglieder (Herr Ede, Herr Krebs und Herr Quadt) in ein Fachgespräch über einen weiltweit doch sehr populären Ballsport namens Fußball. Das nicht sportbegeisterte Mitglied, Herr Tünn, gab sich derweil der Trunksucht hin. Der Herr Gino gestand doch tatsächlich Anhänger eines Vereins namens Bayer Leverkusen zu sein. Als gestandener Kölner konnte der Herr Quadt diese Beichte nur schwer akzeptieren. Auch der Herr Krebs - erfolgsverwöhnt durch das Mitfiebern für den mittlerweile zwanzigfachen Deutschen Fußballmeister Bayern München - und der Herr Ede - hin- und hergerissen zwischen DEM Traditionsverein des Deutschen Fußballs FC Schalke 04 (nicht 05, wie eine immer noch sehr bekannte Moderatorin des WDR einmal behauptete) und den Basketballern der Telekom Baskets Bonn - waren doch schockiert über die Tatsache, dass ein italienisches Herz für eine deutsche Mannschaft schlägt. Die Diskussion über Für und Wider bestimmter Mannschaften, Spieler und Ergebnisse endete doch in der Einsicht, dass sich der Gino insgesamt in einer recht dominanten Position befand: Als Kellner war er für den Alkoholnachschub verantwortlich und saß dementsprechend am längeren Hebel.
Im Anschluss fand dann die Lesung des Herrn Krebs aus dem oben erwähnten großformatigen Buch statt, dessen Titel dem Protokollanten nicht mehr in Erinnerung ist. Auch der Inhalt der Lesung ist unglücklicherweise vergessen worden. Nach diversen Speisen und Getränken konnten die Mitglieder des LQ sich dennoch auf einen neuen Termin einigen. Am Samstag, 13. Mai, sollte ein zweiter Versuch gewagt werden, die Gaststätte "Pumpe Jupp" in Troisdorf-Sieglar aufzusuchen. Auch der Herr Ingo Eisner sollte wieder als Gastreferent gewonnen werden.
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