Exkursion nach Remagen zur Irish Music Night

Das Quartett hattte sich entschlossen, sich selbst ein Trostpflaster für das entgangene Wochenende in Peine zu gewähren und so reiste man ins benachbarte Remagen zur 3. Irish Music Night. Krebsi feierte just auf den Tag genau seinen Geburtstag und war somit Gast der übrigen Literaturfreunde. Heiko, ein Kollege Edes, bot sich als Chauffeur für die Hinreise an, da seine Tochter auf der Veranstaltung mit einer Irish Dance-Gruppe auftrat, somit konnten die Reisekosten minimiert werden.

Nach einem Begrüßungsbierchen im heimischen Bistro trat man die Reise um 16 Uhr an. Auf verschlungenen Pfaden fand man schließlich zum Tagungsort, wo man augenscheinlich zu den ersten Gästen zählte. Auch hier wurde zunächst der Durst bekämpft und Neuigkeiten ausgetauscht. Toni und Krebsi suchen eine Wohnung, Mario wohl eher einen Kinderwagen, Ede ersurfte das Resultat aus Wolfsburg, was einen Stimmungsknick bei Krebsi zur Folge hatte.

Im Foyer lauschte man dann auch der Lesung des Abends. Toni hatte den Klassiker "Der Hauptmann von Köpenick" von vorbereitet und berlinerte den Vortrag so gekonnt herunter, als sei es seine Muttersprache. Anschließend wurde nach einer weiteren Erfrischung der Gang in die Halle angetreten. Hier gab es ein Novum - das Quartett labte sich nicht an einer reich Gedeckten Tafel, sondern nahm mangels Alternativen mit einer ordinären Bockwurst im Brötchen vorlieb - aber auch die sättigt.

Wenig später begann der musikalische Teil des Abends und die 56th District Pipes&Drums Band aus Koblenz trat auf. Diese war den Literaten von einem Besuch in Peine wohl bekannt und Mario hatte seinerzeit gar einen Artikel für seinen Brötchengeber verfaßt. Man konnte deutlich die Fortschritte der Band seit unser Begegnung 2007 sehen, aber auch deutlich die Defizite gegenüber z.B. den Clanpipers aus Frankfurt. Gegen Ende der Darbietung tauchte dann auch unser "Fahrer" wieder auf, der inzwischen wohl weitere Taxidienste im Familienkreis geleistet hatte. Einem Teil der Kreises gab er nun frohgemut den Staffelstab des Fahrers weiter und trank ein Bier mit den Literaten, den anderen Teil konnten wir wenig später bei einer Irish Dance-Darbietung bewundern.
Die Mädels (und ein altersschwacher Tänzer) gaben ihr Bestes und brachten das Publikum ob der scheinbar getrennt voneinander existierenden Ober- und Unterkörper zum Staunen. Im Anschluss gab es eine Umbaupause, deren Ende das Quartett nicht mehr erlebte, da man inzwischen ob der besseren Versorgungslage fest Quartier in der Eingangshalle bezogen hatte. Nach einigen Bierchen in trauter Runde machte man sich gegen 22:15 Uhr auf den gefahrvollen Weg Richtung Bahnhof Remagen. Auf dem Weg konnte man glücklicher Weise dem Verdursten durch den Einkauf obergäriger Spezialitäten aus Köln entgehen, ehe man dann doch wohlbehalten am Bahnhof der Rheinmetrole eintraf. Dort stärkte man sich noch mit einem Multi-Kulti-Snack vom Bosporus, ehe man mit einem Zug der Rhein-Main-Bahn nach Bonn und von da aus zur verdienten Nachtruhe nach Hause fuhr.

Eine weiteres Novum kündigte sich bei der Planung der kommenden Sitzung an: Diese soll im Hause (vielmehr im Garten) der Familie Gemmel stattfinden und es wird nicht gelesen, sondern ein Film geschaut, dieser ist so brüllend komisch und hat zudem noch Bezug zu Peine, dass Ede ihn den übrigen Leseratten nicht vorenthalten möchte. Der Termin muss allerdings noch fixiert werden. (ede)

Impressum
| Kontakt | Seite empfehlen | Sitemap

© Ralph Gemmel - Alle Rechte vorbehalten