Schottland und seine Geschichte
Schottland und seine Geschichte

Der Weg zur Unabhängigkeit: 1315 - 1329

1315 - 1328
Robert führt erfolgreich Krieg in Irland und drängt die Engländer bis auf Dublin zurück.

1320
Am 6. April beweist Schottland sein wiedererlangtes Selbstbewußtsein und übermittelt Papst Johannes XXII. ein Dokument, unterzeichnet vom schottischen Adel, das die Unabhängigkeitserklärung von England bedeutet ("Declaration of Arbroath"). Vielzitiert ist der folgende Satz:
"[...] For so long as a hundred of us are left alive, we will yield in no least way to English dominion. We fight not for glory nor for wealth nor honours; but only and alone we fight for freedom, which no good man surrenders but with his life.[...]"

(Solange auch nur einhundert von uns überleben, werden wir uns unter keinen Umständen englischer Herrschaft unterwerfen. Wir kämpfen weder für Ruhm oder Reichtum oder Ehren, aber einzig und allein für die Freiheit, welche ein ehrenhafter Mann nicht einmal um seines Lebens willen aufgibt.)

1326
Robert ruft eine Versammlung ein, um sich die Kriegskosten gegen England genehmigen zu lassen, diese darf als erstes schottisches Parlament betrachtet werden.

1328
Am 17. April wird der schottisch-englische Krieg offiziell beendet.

Am 4. Mai wird im Vertrag von Edinburgh Schottlands Unabhängigkeit durch Königin Isabella von England formell anerkannt.

1329
Am 19. Juni erliegt König Robert the Bruce der Lepra.

Sein letzter Wille besagte, dass sein Herz ins gelobte Land nach Jerusalem gebracht werden soll. Der Legende zufolge soll der mit dem Transport beauftragte Vertraute des Königs, Sir James Douglas, sich auf dem Weg an Kämpfen gegen die Mauren bei Granada beteiligt haben. Mit den Worten "Tapferes Herz, geh' du voran, Douglas folgt dir, wie er es immer getan" soll er die Kapsel, in der sich das Herz des Königs befand, den Feinden entgegengeschmettert haben, um ihm mit dem Schlachtruf der Douglas zu folgen. Da Sir James wohl bei diesen Kämpfen getötet wurde, brachte man des Königs Herz zurück nach Schottland. Es wurde in der Melrose Abbey beigesetzt, wo es 1921 gefunden, aber wieder vergessen wurde, bis man es 1996 erneut entdeckte. Sein Korpus wurde in der Dunfermline Abbey beigesetzt, wo er 1818 per Zufall bei Bauarbeiten wiederentdeckt wurde.

Obschon Robert the Bruce sich während seiner Regierungszeit immer für die Kirche eingesetzt hatte, wurde seine Exkommunizierung erst im Jahr seines Todes durch Papst Johannes XXII. aufgehoben.