Der Weg zur Union: 1512 - 1567

1512 - 1514
Heinrich VIII. führt gegen Schottland und Frankreich Krieg. Am 16. August 1513 schlägt er die Franzosen, am 9. September 1513 läßt Surrey bei Flodden eine vernichtende Niederlage für die Schotten folgen, bei der König James IV. fällt.

1542
Am 7. oder 8. Dezember erblickt Mary Stewart (sie nimmt später die französische Schreibweise Stuart an), Queen of the Scots, in Linlithgow als Tochter König James V. und Marie de Guise das Licht der Welt. Bereits sechs Tage später wird Mary, da ihr Vater bereits mit 30 Jahren verstarb, Königin von Schottland. Als Regent wird James Hamilton, 2. Earl of Arran, eingesetzt, der diese Funktion bis 1554 wahrnimmt, dann wird er von der Königin Mutter abgelöst. Diese wiederum führt die Amtgeschäfte bis zu ihrem Ableben im Jahre 1560.

1543
Mary Stuart wird am 09. September auf Stirling Castle offiziell zur Königin von Schottland gekrönt.

Donald Dubh MacDonald versucht als letzter Erbe das Lordship of the Isles erneut zu installieren. Trotz Unterstützung einiger Clans scheiterte der Versuch jedoch.

1544 - 1548
Heinrich VIII. von England versucht mit Waffengewalt, "Rough Wooing" ("Aggressives Werben") genannt, eine Hochzeit von Mary Stuart und seinem Sohn zu erzwingen. Dennoch wird Marys Hochzeit mit dem französischen Thronfolger Franz vereinbart. Zu ihrer Sicherheit wird Mary 1548 nach Frankreich gebracht.

1557
Einige der großen schottischen Lords schließen sich Ende des Jahres zum ersten "Covenant" zusammen.

1558
Am 24. April heiratet Mary den Dauphin Franz II.

Heinrich II. von Frankreich erklärt die am 17. November gekrönte Elisabeth I. zum Bastard und läßt seine Herolde Mary Stuart als Königin von England ausrufen.

1560
Der kalvinistische John Knox gründet die presbyterianische Kirche Schottlands. Am 27. Februar schließen Elisabeth I. und die schottischen "Lords of the Congregation of Christ" den Vertrag von Berwick, der vorsieht die katholischen Franzosen aus Schottland zu vertreiben.

Nachdem die Regentin Marie de Guise starb wurde am 6. Juli der Vertrag von Edinburgh geschlossen. Hierin verzichten die militärisch geschlagenen Franzosen formell auf alle Ansprüche in Schottland, was den Sieg der Reformation in Schottland bedeutet. Zudem erkennen die Franzosen Elisabeth als Herrscherin von England an. Mary Stuart unterschreibt diesen Vertrag nicht.

Am 5. Dezember stirbt auch Franz II..

1561
Am 19. August landet Mary Stuart in Leith, um ihren schottischen Thron einzunehmen. Aufgrund der Tatsache, dass sie bekennende Katholikin ist führt dies zu einigen Problemen mit der reformierten Kirche Schottlands und deren Anhänger.

1564
Im Book of Common Order wird eine antikatholische Kirchenordnung für Schottland verabschiedet.

1665
Alle anderslautenden Vorschläge ausschlagend heiratet Maria ihren Cousin und Nachfahre Heinrichs VII. von England, Henry Stewart, Lord Darnley. Was zunächst eine Liebeshochzeit war entwickelt sich aufgrund des Lebenswandels und der Eifersucht Darnley zu einem Drama. Im Beisein seiner schwangeren Frau meucheln er und einige ihm verbundene schottische Adlige Marys Privatsekretär David Rizzio, der ein vermeintlicher päpstlicher Spion sein soll.

1566
Am 19. Juni bringt Mary ihren Sohn, den späteren James VI. von Schottland und I. von England, auf Edinburgh Castle zur Welt. Nun ist der Weg frei, um Rache an ihrem Mann zu üben. Sie distanziert sich von ihm und beginnt ein Verhältnis mit James Hepburn, 4. Earl of Bothwell.

1567
Im Februar übersteht Darnley eine Explosion in dem von ihm bewohnten Edinburgher Haus unverletzt, wird jedoch im Garten erdrosselt. In wie weit Mary in dieses Komplott verstrickt war, ist nicht ganz klar. Der Prozeß gegen Bothwell, der als Täter in betracht kam, wurde sehr einseitig zu seinen Gunsten geführt. Dies brachte Mary noch mehr Probleme ein und als sie ihn dann auch noch nach einer vermutlich fingierten Entführung am 15. Mai heiratet setzt der schottische Adel sie im Juni 1567 auf Loch Leven Castle fest. Bothwell flüchtet nach Dänemark, wo er gefangen genommen wird, in der Gefangenschaft den Verstand verliert und 1578 stirbt.

Mary erleidet zwischen dem 18. und 24. Juli 1567 eine Fehlgeburt von Zwillingen und wird gezwungen am 24. Juli zu Gunsten ihres einjährigen Sohnes James abzudanken.