Der Weg zur Union: 1639 - 1665

1639
Ein schottisch-englischer Religionskrieg (First Bishops' War) wird durch die Pazifikation von Berwick gerade noch verhindert. Es wird geregelt, dass in Zukunft religiöse Angelegenheiten in die Zuständigkeit der schottischen Generalversammlung fallen, zivile in die des schottischen Parlaments.

1640
Nachdem Erzbischof Laud weiterhin die Schotten zu disziplinieren versucht, diese ihrerseits antiroyalistische und presbyterianische Schriften verfassen und sich auf einen bewaffneten Konflikt vorbereiten, erklärt Charles I. im Januar seine Bereitschaft zum Krieg gegen Schottland. Da das Parlament ihm jedoch die Unterstützung verweigert, löst er es im Mai auf, das wiederum am 20. August die Schotten zur Hilfe ruft. Daraufhin überschreiten königliche Truppen die Grenze, der Second Bishops' War bricht aus. Der Heerführer Sir Thomas Wentworth, Earl Strafford, setzt allerdings erfolgreich auf Diplomatie und am 26. Oktober wird der Vertrag von Ripon geschlossen. Die Schotten dürfen bis zur endgültigen Regelung Northumbria und Durham besetzt halten und erhalten darüber hinaus täglich 850 Pfund.

Im November und Dezember werden sowohl Erzbischof Laud als auch Earl Strafford verhaftet und des Hochverrats beschuldigt und hingerichtet (Strafford 1641, Laud 1645).

1642
Ausbruch der Englischen Revolution.

1643
Die Schotten unter Führung des Earl of Argyll schließen ein Bündnis mit den Roundheads (Parlamentspartei), die Royalisten werden von James Graham, Earl of Montrose geführt.
1645 - 1650

Montrose führt Feldzüge gegen den Covenant. Die Roundheads unter Oliver Cromwell schlagen am 14. Juni 1645 die Royalisten bei Naseby vernichtend, König Charles muss einem Waffenstillstand zustimmen. Die Kämpfe zwischen Argyll und Montrose gehen in Schottland jedoch weiter.


1647
Am 23. Januar liefert Argyll König Charles I. gegen Zahlung von 400.000 Pfund dem Parlament aus, der König kann jedoch am 3. Juni von befreundeten Truppen entführt werden. Nachdem er alle Angebote des Parlaments seine Zustimmung verweigert wird er erneut inhaftiert, und am 30. Januar 1649 nach einem Scheinprozeß hingerichtet.

1649
Sowohl die Iren als auch die Schotten wollen den Umsturz nicht hinnehmen und rufen zum Widerstand auf, der von Cromwell im September und Oktober in Irland grausam niedergeschlagen wird.

1650
1650 Am 6. Februar erkennen die Schotten Charles II. als legitimen Nachfolger seines Vaters an. Montrose nimmt in seinem Namen den bewaffneten Kampf gegen England wieder auf. Er wird jedoch in Carbisdale schwer geschlagen und von den MacLeods verhaftet. Am 21. Mai folgt seine Hinrichtung in Edinburgh. Die Schotten setzen dessen ungeachtet unter dem in Garmouth gelandeten Charles II. den Kampf fort. Im Juli treffen die Armeen des Covenant und Cromwells bei Dunbar aufeinander, die Schotten werden schwer geschlagen und Cromwell besetzt Schottland.

1651
Charles zieht nach Scone und läßt sich dessen ungeachtet am 1. Januar zum König krönen. Er ist der letzte schottische Monarch, der am traditionellen Krönungsort der Schotten in Scone gekrönt wird.

Zwischenzeitlich hat Cromwell auch Edinburgh Castle eingenommen und ist nordwärts nach Perth gezogen. Er verpaßt jedoch Charles, der sich in den Westen abgesetzt hatte und nun mit einer kleinen schottischen Armee nach England zieht. Dort erfährt er jedoch nur wenig Unterstützung und wird am 3. September bei Worcester erneut von Cromwells Armeen geschlagen. Er kann sich jedoch der Gefangennahme entziehen und flieht ins französische Exil.


1654
Die Schotten erheben sich erfolglos gegen die Besatzungstruppen Cromwells. In Schottland ist ein stehendes Heer von bis zu 18.000 Mann in vier Forts unter General Monck stationiert.

1660
Am 4. April gibt Charles II. aus seinem holländischen Exil eine Erklärung für den Fall seiner Rückkehr auf den englischen Thron ab. General Monck, Parlamentssprecher und Lord Mayor akzeptiert und am 5. Mai stimmt das Parlament für die Rückkehr Charles II.. Am 25. Mai landet er in Dover.

1665
Während des Britisch-Niederländischen Krieges marschieren die Covenanters während der Pentland Erhebung nach Edinburgh, um ihre Sympathie mit den Niederländern zu dokumentieren und die Restauration des Episkopats zu fordern, sie werden jedoch niedergeschlagen. In der Folge werden jedoch einige Zugeständnisse seitens des Parlaments gemacht.

In den folgenden Jahren kam es jedoch immer wieder zu blutigen religiösen Auseinandersetzungen, ab 1680 unter der Federführung von Charles katholischem Bruder James, Duke of Albany. Auf Seiten der Royalisten sind beson-ders Graham of Claverhouse („Bluidy Clavers“) und Sir George Mackenzie („Bluidy Mackenzie“) hervorzuheben.

Diese Jahre gingen als die „Killing Time'“ in die schottische Geschichte ein.