Schottland in der Union: 1900 - 1979


1900 Verschiedene Splittergruppierungen der Free Church of Scotland gründen die United Free Church of Scotland.

1910 - 1950 Eine zweite Welle von Clearances sorgt für einen Bevölkerungsverlust von einem Viertel und zu einer hohen Arbeitslosigkeit (die Hälfte der Beschäftigten verliert ihre Jobs) in den Highlands.

1914 - 1929 Schottland hat hohe Verluste im 1. Weltkrieg. Allein in Glasgow fallen 10% der männlichen Bevölkerung. Während der Depression kommt es zu kommunistischen Aufständen unter John MacLean. Schottland ist bis heute eine Labour-Hochburg.

1929 Die United Free Church of Scotland vereinigt sich mit der schottisch-presbyterianischen Kirche.

1934 Die Scottish National Party wird gegründet, die sich für die Unabhängigkeit Schottlands einsetzt.

1936 Der Secretary of State for Scotland zieht von London nach Edinburgh. Schottland erhält für die Bereiche Landwirtschaft, Fischerei, Erziehung, Gesundheit und Wohnwesen Selbstbestimmung.

1939 - 1945 Im 2. Weltkrieg werden die Orkneys starken deutschen Luftangriffen ausgesetzt.

1939 Scapa Flow wird von einem deutschen U-Boot angegriffen.

1941 Rudolf Hess, Hitlers Stellvertreter, fliegt am 10. Mai 1941 nach Schottland und springt in der Nähe von Glasgow mit dem Fallschirm ab. Der genaue Grund des Fluges ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

1948 Mit der "Representation of the People Act" genannten Wahlreform wird das Prinzip "one man, one vote" verwirklicht. Gleichzeitig wird Großbritannien in 630 Wahlbezirke eingeteilt, wovon auf Schottland 32 Stadt- und 39 Grafschaftswahlbezirke entfallen.

1951 Studenten dokumentieren ihrem Patriotismus dadurch, dass sie den Stone of Destiny aus Westminster stehlen und nach Abroarth bringen. Er wird kurze Zeit später sichergestellt und wieder nach Westminster gebracht.

1962/ 63 Die Rezession trifft Wales, Nordirland und Schottland besonders hart.

1965 Das Parlament beschießt die Gründung des "Highland and Island Development Board", die die wirtschaftliche Situation der Region verbessern soll.

1970 Die Förderung von Öl vor der schottischen Ostküste wird begonnen.

1971 66 Menschen verlieren ihr Leben als bei der größten Fußballkatastrophe in der schottischen Geschichte ein Teil des Rangers Stadions nach einem Spiel gegen Celtic Glasgow einstürzt.

1974/ 75 Durch eine Verwaltungsreform werden die 33 schottischen Grafschaften in 12 Bezirke umgewandelt, die eine größere Autonomie gegenüber London erhalten.

1975 Das erste schottische Öl fließt auf den Forty Fields, was den separatistischen Bestrebungen in Schottland weiteren Auftrieb gibt.

1979 Bestrebungen der Scottish National Party (SNP) auf eine Teilautonomie scheitern beim Volksentscheid mangels Wahlbeteiligung, da nicht das Verhältnis der abgegebenen Ja- zu den Neinstimmen entscheidet, sondern der Anteil der Ja-Stimmen im Verhältnis der Gesamtwahlberechtigten gesehen werden muss.