|
|
|
| 1298 |
Edward
formiert nun erneut ein großes Heer, dass er selbst in Schlacht zu
führen gedenkt. Als er im Juli 1298 aufgrund von Versorgungsengpässen
bereits an eine Umkehr denkt, berichteten ihm seine Späher, dass
die schottische Armee in der Nähe von Stirling lliegt.
Am 22. Juli 1298 treffen die Heere bei Falkirk aufeinander. Hier
macht sich schmerzlich bemerkbar, dass die Unterstützung durch den
heilos in Erbfolgestreitigkeiten (es gab mehrere ernstzunehmende
Ansprüche auf den schottischen Thron, z.B. der entmachtete
John Balliol und Robert the Bruce) vestrickten Adel fehlte. Zudem
war Wallace vielen Edlen ein Dorn im Auge, da er in seinem Heer
nicht nach Ansehen, sondern nach Leistung beförderte. Als dann im
Verlaufe der Schlacht auch noch die ohnehin nur 500 Mann starke
und somit mit 6:1 unterlegene Kavallerie das Weite sucht, gibt es
keine Aussicht mehr auf den Sieg. Edward läßt die Schotten niedermachen,
Wallace kann jedoch fliehen. Er setzt auf den Kontinent über und
versucht in Frankreich (1299) und Rom (1301) Unterstützung für Schottland
zu erreichen. |
|
| 1302 |
Nach
seinem erfolglosen Werben um Hilfe kehrt Wallace nach Schottland
zurück, um den Widerstand im Land erneut zu organisieren. Von seiner
Position als "Hüter des Reiches" ist er zwischenzeitlich zurückgetreten.
Angeblich soll er in der Zeit bis 1305 kleinere schottische Einheiten
in den Kampf geführt haben. Seine Macht und Popularität reichen
jedoch nicht mehr aus, um eine nennenswerte Erhebung zu organisieren. |
|
| 1304 |
Der
schottische Adel resigniert und erkennt Edward I. als Overlord von
Schottland an, der schottische Widerstand ist vorerst gebrochen.
Da Wallace sich nicht unterwirft, wird er erneut für vogelfrei
erklärt und muss abtauchen.
Robert the Bruce schließt mit dem Oberhaupt der schottischen Kirche,
Bischof Lamberton von St. Andrews, das Bündnis von Cambuskenneth,
welches ihm die Unterstützung seiner Thronansprüche durch die schottische
Kirche zusagt. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor
und danach entscheidet sich the Bruce endgültig für die Sache Schottlands. |
|
| 1305
|
Aus
diesem Grund versucht Wallace erneut Kontakt zum schottischen Hochadel
zu bekommen. Als er in Robroyton in der Nähe von Glasgow auf ein
geheimes Treffen wartet wird er verraten und am 3. August 1305 von
John Stewart of Menteith' Männern gefangen genommen und nach kurzer
Haft in Dumbarton Castle an England ausgeliefert. Er wird nach
London gebracht und am 23. August 1305 wird William Wallace des Hochverrats angeklagt
und verurteilt. Am selben Tag wird er gehängt, ausgeweidet, entmannt,
gestreckt und gevierteilt. Der Kopf wird auf einer Lanze auf der
London Bridge aufgespießt, Arme und Beine in Perth, Aberdeen, Berwick
und Newcastle zur Abschreckung ausgestellt.
Die Überlieferung will wissen, dass Sir William Wallace noch unter der Folter ausgerufen habe, er sei Schotte und schulde König Edward "Longshanks" folglich keine Gefolgschaft, bis er schließlich seinen Qualen erlag. |
|
|