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| 1306
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Am 10.
Februar 1306 trifft Robert the Bruce John "the Red" Comyn in einer
Franziskanerkirche in Dumfries. Dieser hatte schon bei der Schlacht
von Falkirk eine zwielichtige Rolle gespielt und ist zudem noch
der Neffe von Roberts Rivalen John Balliol. Robert bringt in
kurzerhand um und reist nach Scone, um sich dort am 25. März
1306 zum König von Schottland krönen zu lassen. Nicht alle schottischen
Adligen waren von dieser Art der Machtergreifung begeistert und
so war die Gästeliste ausgesprochen kurz. Auch Papst Clemens
V. war nicht der Ansicht, dass Robert der rechtmäßige Herrscher Schottlands
sei und exkommunizierte ihn.
Die Schotten konnten zunächst einige kleinere Erfolge verzeichnen
(Dumfries, Dalswinton und Tibbers wurden genommen), jedoch schwand
die Kriegslust des schottischen Adels rasch wieder. England
kontrollierte immer noch die wichtigsten strategischen Burgen.
Nachdem Edward I. Robert am 19. Juni 1306 bei Methven und am
11. August 1306 bei Tyndrum geschlagen hatte, nahm er auch noch
seine Frau, Tochter und drei seiner Brüder gefangen, die Brüder
wurden kurze Zeit später hingerichtet. Robert floh auf die
Insel Rathlin. |
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| 1307 |
Robert
kehrt wieder auf das schottische Festland zurück und kann schnell
Adel und Volk unter seiner Führung sammeln. Bei Loudon Hill kann
er ein englisches Heer schlagen und nach dem Tod Edward I. gewinnt
er mehr und mehr Autorität im eigenen Land, da dessen Sohn Edward
II. als überaus schwacher Herrscher galt und er noch einige Probleme
mit der ihm durch seinen Vater hinterlassenen Haushaltssituation
hatte. |
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| 1313 |
Die
Schotten erobern Perth, Roxburgh Castle, Douglasdale, Galloway,
Selkirk und fast den gesamten Osten Schottlands zurück. |
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| 1314
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Nur
noch die Festungen Berwick und Stirling sind in englischer Hand.
Bei der Belagerung von Stirling kommt es zwischen Robert the Bruce
und dem Garnisonskommandant, Philip de Mowbray, zu folgender Abmachung:
Sollte bis zur Mittsommernacht keine Entsatzarmee eingetroffen sein,
würde er die Festung kampflos übergeben.
Edward II. war zum handeln gezwungen und trieb persönlich eine Armee
gen Norden. Am 23. Juni 1314 kam diese am Bannockburn an. Rund 16.000
Infanteristen, 2.500 gut gerüstete Ritter und ein 20 Meilen langer
Versorgungszug lag Roberts Armee mit ca. 6.000 Pikenträgern, einer
handvoll Bogenschützen und rund 500 Mann leichter Reiterei gegenüber.
Robert hat das Gelände klug gewählt, da seine Flanken durch Sümpfe
und steile Berghänge gedeckt sind, so dass sich die englische
Armee nicht ihrer Taktik entsprechend formieren kann. Zunächst versucht
die schwere Kavallerie der Engländer durchzubrechen, wird aber mit
schweren Verlusten abgewiesen. Unter der Führung von Thomas Randolph
wird bei St. Ninians eine weitere Kolonne der Engländer zurückgeworfen.
Die Engländer stellen ihre Bemühungen zunächst bis zum Morgen des 24.
Juni 1314 ein. Die schottischen Heerführer Thomas Randolph, James
Douglas, Walter Stewart, Edward Bruce und Robert selbst formierten
ihre Speerkämpfer in quadratischen Aufstellungen, so dass der
Angriff der englischen Infanterie erfolgreich abgewiesen werden
konnte und sie in den Bannockburn getrieben wurde, wo sie förmlich
abgeschlachtet wurde.
4.000 englischen Opfern standen rund 400 auf Seiten der Schotten
gegenüber - Schottland war frei. Es dauerte jedoch bis 1328, ehe
England die Unabhängigkeit akzeptierte.
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Anmerkung: Es gibt Theorien, nach denen die zu jener Zeit bereits aufgehobenen Tempelritter in Schottland Zuflucht fanden und an der Seite der Schotten im Unabhängigkeitskrieg gegen England gekämft haben sollen, das Eingreifen einer berittenen Templereinheit soll dem Kampf die entscheidene Wendung gegeben haben. Später sollen dann die Freimauer aus den Templern in Schottland hervorgegangen sein. Durch die Verfilmung des Buches "The Da Vinci Code" bzw. "Sakrileg" von Dan Brown erhält diese Diskussion wieder neue Nahrung. |
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Michael Baigent und Richard Leigh äußern in ihrem Werk "Der Tempel und die Loge" die These, dass einige Tempelritter im Jahr 1307 der Verhaftung in Frankreich durch eine Flucht nach Schottland entkommen seien und das die Freimaurer als Nachfolger der Templer zu sehen seien. Ferner fänden sich in der Architektur und den Darstellungen im Inneren der Kapelle von Rosslyn ("Rosslyn Chapel") Hinweise auf die Symbolik der Freimaurer. Diese Theorien greift Dan Brown in seinem 2003 erschienen Werk auf. Andere vermuten die Ordensarchive der Templer (Johannes und Peter Fiebag in „Die Ewigkeits-Maschine”) oder gar den Heiligen Gral (Christopher Knight und Robert Lomas in „Unter den Tempeln Jerusalems”) in der Kapelle. Zur weiteren Mystifizierung und stetigen Diskussionen führen in Stein gehauene Pflanzen-Darstellungen in der Kapelle, die für Aloe- und Maispflanzen gehalten werden können. Wäre dem so, dann würden diese Abbildungen bedeuten, dass man Kenntnis der Pflanzenwelt Mittel- oder Südamerikas gehabt haben musste. Die Kapelle wurde aber unter dem Namen "Collegiate Chapel of St. Matthew" von Sir William Sinclair (1410-1484), dem dritten und letzten Prince of Orkney, 1440 entworfen und bis ca. 1484 gebaut. Christoph Columbus war 1492 in der neuen Welt. |
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All dies beruht nur auf Thesen und ist nicht belegbar. Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, möchte aber dennoch meine Meinung äußern: Die Templer wurden auch auf den britischen Inseln arrestiert, wenn auch deutlich besser behandelt als z.B. in Frankreich. Sie standen in der hoch in der Gunst König Edwards von England. Was sollte sie also bewegen, gegen ihn den Arm zu heben, selbst wenn sie dazu noch in der Lage gewesen wären?
Die Entsatzeinheit, die für Verwirrung unter den englischen Truppen sorge, war aller Wahrscheinlichkeit nach ein schlecht ausgerüsteter Bauerntrupp, ca. 500 Mann stark. Das das schottische Heer wider erwarten über Reserven verfügte, ließ die englische Disziplin in ohnehin schon bedrohlicher Lage schwinden und trug so zum Scheitern bei.
Der Orden der "Arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel" hat meines Erachtens am "Schwarzen Freitag", dem 13. Okober 1307, spätestens jedoch mit der Hinrichtung des letzten Großmeister Jacques de Molay auf dem Scheiterhaufen am 19. März 1314 zu existieren aufgehört. Zuvor wurde der Orden am 22. März 1312 durch Papst Clemens V. aufgelöst, was schon allein sein offizielles Ende als Orden bedeutete. Güter, die nicht der Gier der gekrönten Häupter Europas in die Hände fielen, wurden zu großen Teilen dem Orden der Hospitaliter (Johanniter bzw. Malteser) unterstellt. In Portugal gründete König Dinis 1319 die "Ritterschaft Jesu Christi", den Christusorden und unterstellte ihnen die portugisischen Besitzungen der Templer. Da der Orden in Portugal nicht verfolgt worden war, konnte eine ganze Reihe ehemaliger Templer dem neuen Orden beitreten. Weder die Freimaurer noch alle sogenannten "Templer-Orden" sind die Fortführung des historischen Ordens, sondern Neugründungen, die maximal in der Tradition des historischen Vorbilds geführt werden, einige weisen auch selbst darauf hin. Die unten aufgeführten Links dienen der persönlichen Information und sind von mir ohne jede Wertung bereitgestellt. |
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